VEBWK : Tabaklobby, Verkehrssünderlobby, Gammelfleischlobby?

Der VEBWK, „Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur“ ist dem informierten, mündigen Bürger mittlerweile der Inbegriff des Tabaklobbyismus schlechthin. Gesteuert durch Tabakgroßhändler und Automatenaufsteller betriebt dieser Verein eine beispiellose Volksverdummungskampagne. Er verbreitet die Hetzparolen und Brandschriften der „Smokersnews“gegen den Nichtraucherschutz. Aufgeklärten Konsumenten sind die „Smokersnews“ bekannt als Propagandaorgan der Tabakbranche zum Nutzen der Profitgier derer, die mit der Nikotinsucht ihre schmutzigen Geschäfte machen.

Welche Ziele sich dieser dubiose VEBWK noch auf die Fahnen geschrieben hat, wird jetzt nach und nach klarer. In einem Werbeschreiben an Mitglieder nennt der Verein diese Ziele, und die hören sich abenteuerlich an.

Ganz oben auf der Liste zu finden:

„gegen eine weitere Verschärfung der Promillegrenze und Strafen“

Wie bitte? Sollte es dem VEBWK entgangen sein, daß Alkohol im Straßenverkehr für rund 500 Tote und über 25000 Verletzte in Deutschland verantwortlich ist? Im europäischen Vergleich liegen die Strafen für Verkehrsvergehen in Deutschland im unteren Bereich und damit viel zu niedrig. Wer das Leben anderer im Straßenverkehr riskiert, sich als Rowdy auf der Überholspur wohl fühlt, der sollte mit drakonischen Strafen rechnen müssen und nicht mit 250 EUR Bußgeld. Verhaltensweisen wie Rechtsüberholen, Lichthupe, dichtes Auffahren und Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gehören mittlerweile zum Alltag auf deutschen Autobahnen. Eine Feststellung, die sich ebenfalls schon alltäglich anhört. Die Strafen sollten sich einzig und allein am Einkommen des Fahrers orientieren und durchaus im Bereich eines halben Montatseinkommens liegen, damit auch ein nachhaltiger Abschreckungseffekt erzielt wird.

Ebenso absurd klingt die nächste Forderung des VEBWK:

“ gegen schikanierende Lebensmittelkontrollen“

Der Lebensmittelskandal um vergammeltes Fleisch hat unlängst den Konsumenten vor Augen geführt , dass es die zu laxen Lebensmittelkontrollen waren, die es verantwortungslosen Geschäftemachern ermöglichten, allerlei tierischen Sondermüll gewinnbringend auf Otto Normalverbrauchers Teller zu entsorgen. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bundesländer scharf kritisiert. „Ich weise seit Monaten darauf hin, dass die Lebensmittelkontrollen in Qualität und Dichte in Deutschland verbesserungsbedürftig sind“, sagte Seehofer am Rande eines CSU-Grundsatzkongresses. „Die meisten Bundesländer haben sich dem bislang widersetzt“.

Was wird der VEBWK als nächstes fordern? Die Abschaffung des StGB? Weg mit dem Umweltschutz? Man darf gespannt sein, was für aberwitzige Ideen dieser Verein noch präsentieren wird. Wenn die Vereinsmitglieder demnächst nach ihren verräucherten Vereinsabenden ein seltsames Drücken in der Magengegend verspüren, dann sollten sie sich nicht wundern, sondern es als Anzeichen dafür werten, daß es dem VEBWK gelungen ist, das Gammelfleischverbot aufzuweichen.

In diesem Sinne: PROST MAHLZEIT! Und gegen das Magendrücken gibt’s ja was von der Pharmaindustrie.

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3 Antworten zu “VEBWK : Tabaklobby, Verkehrssünderlobby, Gammelfleischlobby?

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