Fairness für Raucher – Eine neue Volksverdummungskampagne der Tabakindustrie

Eins der vorrangigen Ziele der Tabakindustrie ist, zu suggerieren, dass Rauchen eine individuelle Verhaltensentscheidung darstellt. Die Irreführung besteht darin, dass die Aktivitäten und Praktiken der Tabakindustrie völlig unberücksichtigt bleiben. Der Mensch trifft Entscheidungen aber nicht in einem Vakuum, er bleibt nicht unbeeinflusst von seiner Umgebung, von Werbung und Marketing.

Die Tabakunternehmen geben 6 Milliarden US $ jährlich aus, um Jugendliche zum Rauchen anzuregen. Sie suggerieren, dass Raucher sexy, attraktiv, erfolgreich, macho, cool und hip sind. In allen Medien verbreiten sie dieses Image – angefangen von einfachen Filmen über Magazine und sogar Comic-Figuren.

„Bundesverein für Genuss in der Gastronomie“, BVGG nennt sich ein Verein, der von der deutschen Tabakindustrie gegründet und gesponsort wurde. Rainer Göhner, Vorsitzender des Bundesverbands der Zigarrenindustrie, ist Begründer dieses Vereiens. Darüber hinaus ist Rainer Göhner Geschäftsführer der Arnold André GmbH & Co. KG, die tödliche Tabakprodukte herstellt und vertreibt.
Der BVGG wird wahrscheinlich massgeblich von Mitgliedern der „Zigarrenplattform“ , dem Verband der Deutschen Zigarrenindustrie, finanziert . Die Zigarrenplattform tritt an, die Tradidion der Volksverdummung durch die Tabakindustrie fortzuführen um damit ihre tödlichen Produkte zu verharmlosen, den Tabakkonsum zu fördern und Umsatz und Gewinn zu maximieren.

Die neueste Kampagne dieses Pro-Nikotin-Konglomerats ist die Aktion „Fairness für Raucher“. Eine Aktion, die offiziell vom BVGG unterstützt wird. Wir sehen hier also erneut ein trojanisches Pferd der Tabakindustrie, die mit allen Mitteln den Absatz ihrer Produkte pushen möchte.

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2 Antworten zu “Fairness für Raucher – Eine neue Volksverdummungskampagne der Tabakindustrie

  1. Es wird hier von anonymer Seite behauptet, dass die Seite http://www.fairness-fuer-raucher.de von der Tabakindustrie gesponsert wird. Dies stimmt definitiv nicht! Richtig ist vielmehr:

    – die Seite wurde ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert.

    – wir haben bisher keine einzige Spende von einem Verein oder einer Firma erhalten.

    Wir wollen unabhängig bleiben, weshalb wir uns auch wünschen, dass der weitere Ausbau der Seite überwiegend durch Spenden von privaten Personen ermöglicht wird.

    Ich fordere den anonymen Schreiben deshalb auf, die Auseinandersetzung auf einer sachlichen und fairen Ebene zu führen. Sollten weiterhin bewusst unwahre Behauptungen verbreitet werden, behalte ich es mir als Betreiber der Seite http://www.fairness-fuer-raucher.de vor, einen Anwalt einzuschalten.

    P.M.

    Sehr geehrter Herr Mooser!

    Wenn Sie den Artikel genau durchlesen, werden Sie feststellen, dass der BVGG, der Sie unterstützt, von einem Vertreter der Tabakindustrie mitbegründet wurde. Aus der Gestaltung Ihres Internetauftritts sind außerdem klare Desinformationen und Manipulationen zur Sachlage erkenntlich.

    Ein Beispiel: Sie verschweigen, dass sämtliche Festzelte (also 100%) nach der gültigen Rechtslage des Gesundheitsschutzgesetzes weiterhin den Rauchern vorbehalten sein sollen. Die Unterschlagung dieser Information nenne ich gezielte Desinformation.

    Diese Seite wird aus einem freien Land betriben, in dem das gängelnde Deutsche Presserecht (letztendlich ein übles Relikt aus einer dunklen Zeit), mit dem sie hier offensichtlich drohen, null und nichtig ist. Schon die Drohung mit einem Anwalt zeigt, dass Sie offensichtlich einiges zu verbergen haben. Merke: Wer droht hat Unrecht.

    In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrer Aktion den Misserfolg, den sie verdient. Und den Händlern des Todes, mit denen Sie zusammenarbeiten, oder für die Sie ein kleiner nützlicher Mitläufer sind, ebenso.

    Mit freundlichen Grüßen
    Redaktion Lobbywatch
    Santa Barbara, CA

  2. Die Kampagne „Fairness für Raucher“ behauptet, dass die ÖDP „als kleine Minderheit für die Bevormundung der Mehrheit durch ein Totalverbot“ eintritt.

    Diese Darstellung ist falsch.

    Die ÖDP ist die einzige Partei, die keine Spenden von der Industrie, und damit insbesondere auch nicht von der Tabakindustrie, annimmt. Alle großen „Volksparteien“ nehmen Spendengelder von der Tabakindustrie an, lassen sich Parteitage sponsern, veröffentlichen gegen Bezahlung illegale Tabakwerbung in ihren Parteiblättern, usw. Außer der ÖDP sind also alle Parteien finanziell mehr oder weniger an die Tabakindustrie gebunden, und können damit nicht mehr unabhängig handeln. Die ÖDP ist also die einzige Partei, die die nötige Unabhängigkeit besetzt, gegen die Machenschaften der Tabakindustrie einzuschreiten.

    Dass es eben nicht nur eine „kleine Minderheit“ ist, die nur die eigenen Mitglieder vertritt, zeigt der umwerfende Erfolg des Volksbegehrens in Bayern. Lange Schlangen von Unterstützern bildeten sich vor den Rathäusern, alle empfinden die aktuelle gesetzliche Regelung in Bayern als nicht ausreichend. Weit mehr als eine Million Menschen, weit mehr als die erforderlichen Mindeststimmenzahl, fanden sich als Unterstützer des Volksbegehrens für einen besseren Nichtraucherschutz.

    Im Übrigen ist der Begriff „Fairness für Raucher“ irreführend. Denn Raucher haben die gleichen Rechte wie Nichtraucher – nicht mehr und nicht weniger. Und es gehört nun mal definitiv zu den Bürtgerrechten, seine Mitmenschen mit giftigem und Krebs erregendem Tabakrauch vergiften zu dürfen. Dabei ist es egal, ob es andere Gäste, Personal der Gastronomiebetriebe, Schwangere oder Atemwegskranke (weit mehr als 10 Prozent unserer Bevölkung haben Asthma oder COPD) betrifft, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Es ist nicht im geringsten fair oder tolerant, dass alle diese Menschen mit der größten Selbstverständlichkeit durch Tabakrauch entweder ausgeschlossen und diskriminiert oder geschädigt werden. Wie ich selbst schon aus leidvoller Erfahrung feststellen musste, hält man sich in der Realität leider oft nicht daran, selbst in angeblich rauchfreien Betrieben.

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