Desinformationskampagnen der Tabaklobby zum Volksentscheid für echten Nichtraucherschutz in Bayern

Wie die Münchner Abendzeitung mitteilte, steigt die Tabaklobby mit sehr viel Geld in die Kampagne gegen den Volksentscheid ein, wofür schon jetzt über 600.000 EUR zur Verfügung stehen. Pro Rauchfrei, Mitinitiator des Volksentscheids, geht davon aus, dass dem Tabakkartell aus renitenten Wirten und skrupellosen Tabakunternehmen, die seit Jahren auch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) subventionieren, insgesamt über eine Million EUR zur Verfügung stehen werden. Zum Vergleich: Die Initiatoren für einen echten Nichtraucherschutz haben nicht einmal 90.000 EUR in der Kasse.

Mit dieser Finanzmacht und der Aussage „für Toleranz und Freiheit“ soll die Bevölkerung mit Lügen und falschen Behauptungen dazu gebracht werden, den Nichtraucherschutz wieder langfristig aus der Gaststätte zu verdrängen. Schließlich braucht die Tabakindustrie die Gaststätten als Umschlagsplatz für ihre Nikotindroge.

Wir können nur hoffen, dass die Bayern sich nicht von diesen Rattenfängern kaufen lassen und überzeugend wie beim Volksentscheid massenhaft mit JA für einen echten Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen stimmen.

Quelle: Pro-Rauchfrei

Denn was passieren kann, wenn sich beim Volksentscheid die Tabaklobby durchsetzt, sollte jedem Bürger klar sein.

Der Herr Bergmüller und sein sauberer VEBWK, (Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur) , der an jenem „Bündnis für Toleranz und Freiheit“ beteiligt ist,  hat bereits im September 2009 mit der Staatssekretärin Melanie Huml weitere Lockerungen vereinbart, die beim Scheitern des Volksentscheids eine vollständige Aufhebung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie zur Folge hätte:

1. „Innovationsklausel“ – Lüftungsanlagen sollen einem Rauchverbot gleichgestellt werden, d.h. überall wo eine Lüftung vorhanden ist, darf wieder geraucht werden (Ob die Lüftungsanlage eingeschaltet oder regelmässig gewartet wird, kontrolliert hinterher eh wieder keiner, bei der Motivaton und Pro-Raucher-Einstellung der Behörden würde wahrscheinlich ein Ventilator ausreichen…)

2. Der Raucherraum müsste nicht zwangsweise der grössere Hauptraum (mit der Schänke) sein, es würde vermutlich ausreichen, eine Besenkammer als Nichtraucherbereich zu deklarieren.

3. Vereinsveranstaltungen wären wieder in weitem Umfang vom Rauchverbot ausgenommen, Raucherclubs würden wieder wie auch schon 2008 wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Jürgen Koch, der Schatzmeister des VEBWK, hat ausdrücklich darauf hingewiesen, diesbezüglich vor allem der Presse gegenüber zurückhaltend zu sein, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu giessen.

Hier zeigt sich sehr deutlich, was dieser „Verein“ , bei dem im Hintergund einer der größten süddeutschen Tabakwarengroßhändler die Fäden zieht,  wirklich will:  Erst soll der Volksentscheid zu Gunsten der Tabaklobby ausgehen und anschliessend wird mit den vom Gesundheitsministerium bereits beschlossenen weiteren Lockerungen der Nichtraucherschutz vollständig ausgehebelt.

Jeder Nichtraucher und auch tolerante Raucher sollte sich der heuchlerischen und verlogenen Machenschaften dieses Vereins bewusst sein, und deshalb mit einem klaren  JA! FÜR den echten Nichtraucherschutz  ohne jegliche Ausnahmen stimmen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s